Juli 2015

Energiesparen durch Lastgangmanagement

Industrielle Großverbraucher wie die LIGNEUS GmbH bezahlen ihren Strom nicht nur nach der verbrauchten Kilowattstunde wie ein Privatmann.
Viel entscheidender ist die Spitzenlast, d.h. der höchste Stromverbrauch eines Jahres innerhalb einer Viertelstunde. Dieser Wert fließt zu einem ganz erheblichen Teil in die Strompreisbildung ein.

Der Grund dafür ist die Strommenge, die der Energieversorger potentiell vorhalten muss damit bei einem plötzlichen Spitzenbedarf des Industriebetriebes im Umkreis nicht die Lichter ausgehen. Diese bereitgestellte Energie kann nicht kurzfristig gepuffert und nur zu einem anteiligen Wert anderweitig verwendet werden. Deshalb die Umlegung auf den Preis für die Großverbraucher, der sich nach der maximalen Spitzenlast des Jahres richtet.

Mit einem sogenannten Lastgangdiagramm können die Schwankungen im Stromverbrauch über Tag, Monat und Jahr verteilt transparent dargestellt werden.
Schnell wurde deutlich, dass einige wenige Peaks im Stromverbrauch die Lastspitzen bei LIGNEUS ganz unproportional nach oben getrieben haben.
Hätte man zu diesem Zeitpunkt gewusst, was das für die Stromrechnung bedeutet, so hätte man die Klimanalage für eine halbe Stunde gedrosselt oder den Zerhacker für die Holzabfälle später laufen lassen.

Um in Zukunft die Lastgangkurve des Stromverbrauchs ausgeglichener zu gestalten, wurde ein Lastgangmangement eingeführt und das Stromnetz um einen einstellbaren Spitzenlastbegrenzer erweitert.

Wenn der Stromverbrauch jetzt über den Durchschnittswert steigt, so wird das angezeigt.

Die Warnleuchte geht wie an der Ampel von grün auf gelb.
So wissen die Mitarbeiter, die die entscheidenden Großstromverbraucher bedienen, dass sie jetzt darauf achten müssen welche Verbraucher noch zugeschaltet werden.

Steigt der Stromverbrauch trotzdem weiter an, so werden Stromverbraucher nach einer Hierarchie nacheinander abgeschaltet. Die für den Produktionsprozess direkt benötigten Sägen und CNC Automaten sowie die Absaugung stehen in der Rangfolge ganz oben und brauchen auf jeden Fall Strom.

Ein Zerhacker für Holzabfälle, die Klimaanlage oder die Umbunkerungsanlage für Holzspäne können auch nach Schichtende betrieben oder während der Schicht gedrosselt werden.

So kann LIGNEUS weiter alle Kundenaufträge in der gewohnt kurzfristigen und flexiblen Produktionsweise bedienen während gleichzeitig die Umwelt durch weniger Ressourcenverbrauch geschont wird.

Auch betriebswirtschaftlich wird sich das Lastgangmangement innerhalb weniger Jahre auszahlen.
Und damit sind alle Beteiligten glücklich - eine klassische Win-Win Situation bei der die LIGNEUS GmbH nicht stehen bleiben will. 

Mit einem Energie Audit machen wir uns jetzt strukturiert auf die Suche nach weiteren lukrativen Energieeinsparpotentialen.