20 Jahre LIGNEUS am Standort Ottendorf-Okrilla

01.06.2013

Die Erfolgsgeschichte einer nachhaltigen Firmenentwicklung, bei der man zurecht mit Stolz auf den zurückgelegten Weg blicken darf. Deshalb hieß es am 31.05.2013 in Ottendorf-Okrilla:
„Heut wird gefeiert!“.

Die umfangreiche Gästeliste setzte sich aus Unternehmensvertretern von Tengelmann, Kunden, Lieferanten und Vertretern verschiedener Verbände zusammen. Und natürlich waren an diesem Tag wir - die Mitarbeiter - zugleich Gast und Gastgeber.Mit gelungenen Einlagen und Pointen führten Frau Marika Hilbert (LIGNEUS Einkauf) und Herr Martin Barthel (LIGNEUS Objektleiter) durch das Programm. Den Auftakt machte der Gesellschafter, Herr Karl Erivan Haub, der über die Standortsuche im Jahr 1991 und die Entscheidung für Ottendorf Okrilla berichtete. Der ehemalige Geschäftsführer, Herr Erich Rötten berichtete dann über den Aufbau des Werks ab 1993 und den, nicht immer leichten Produktionsstart. Herr Raimund Luig, der Geschäftsführer von Kaisers Tengelmann sprach über den hohen Wert der Innovationskraft von LIGNEUS als "Problemlöser" und zuverlässigsten Lieferant für die Kaisers Tengelmann GmbH.Dann folgten verschiedene LIGNEUS Mitarbeiter, die ihre ganz persönlichen Geschichten zu und mit Ligneus erzählten, so dass 20 Jahre Firmengeschichte wie im Flug vergingen. Diese  Berichte wechselten sich mit Top Hits aus der Rock- und Popgeschichte ab, die das Duo „Two of a Kind“ mitreißend interpretierten.Den Abschluss machte der Geschäftsführer, Herr Daniel Erhardt mit einem Blick nach vorne in die Zukunft und auf die Strategien, mit denen LIGNEUS sich in der nächste Dekade für seine Kunden weiter entwickeln will.

Nach einem reichhaltigen und leckeren Buffet, sowie der Möglichkeit zu Betriebsrundgängen, standen zwei hochkarätige Optionen für den Nachmittag zur Auswahl: Eine Betriebsbesichtigung der MDF Plattenfertigung bei Kronospan in Lampertswalde oder ein Besuch der Möbelindustrie bei Sachsenküchen in Obercarsdorf.
Bei den Sachsenküchen erwartete uns in Person von Frau Mareen Berger eine freudige Überraschung. Sie hatte seinerzeit ihre Ausbildung bei LIGNEUS mit Auszeichnung abgeschlossen und freute sich jetzt darauf, ihren ehemaligen Kollegen ihren neuen Arbeitsplatz vorzustellen.
Der Fertigungsleiter, Herr Rosenkranz leitete persönlich die zweite Gruppe durch das Unternehmen.

Die Fertigung und der technologische Ausrüstungsstand waren sehr beeindruckend. Wie bei LIGNEUS auch, sind bei Sachsenküchen alle Holzbearbeitungsmaschinen einheitlich in den Firmenfarben lackiert.
Sachsenküchen produziert auf einer Fläche von 20.000 m² mit 215 Mitarbeitern ca. 17.000 Küchen pro Jahr und erwirtschaftet damit einen Jahresumsatz von ca. 34 Millionen €.
Bei der Firma Kronospan in Lampertswalde war zuerst einmal die Herausforderung zu bewältigen, unbeschadet in unserer festlichen Kleidung durch den strömenden Regen einen Weg über den riesigen Holzlagerplatz zur Produktionshalle zu finden.
Auch hier ging es in zwei Gruppen durch die Produktion. Die Holzstämme und Sägeindustriereste vom Holzplatz werden gehäckselt und durch einen Kochprozess in ihre Fasern zerlegt. Diese Fasern werden mit Klebstoff versetzt und dann auf ein endloses Förderband gestreut. Eine der längsten Walzanlagern der Plattenindustrie verpresst diesen "Spankuchen" im Durchlaufverfahren auf ein Zehntel der ursprünglichen Stärke. Das Band läuft 24 Stunden 7 Tage pro Woche mit 56 lfm pro Minute. Damit wird im Jahr eine Plattenmenge erzeugt, die auf LKW geladen, eine Schlange von 5850 km ergibt und damit von Paris bis New York und wieder zurück reichen würde.
Und bei diesem hohen Produktionsdurchlauf reicht selbst ein voller Holzplatz maximal für 8 Tage.
Ein alles in allem sehr beeindruckender Besuch beim unangefochtenen Marktführer Kronospan.
Nach diesen beiden hoch interessanten Ausflügen ging es nach Dresden in den Luisenhof, den Balkon der Residenzstadt.
Da sich das Wetter auf einmal von seiner besten Seite zeigte, hatten wir eine wundervolle Aussicht auf ganz Dresden mit all seinen Brücken, Häusern und Landschaften entlang der Elbe.
Eine einmalige Atmosphäre für den Ausklang eines einzigartigen Tages.
Mit der Dresdner Standseilbahn fuhren wir zurück zum Elbufer, wo die Busse für die Rückfahrt auf uns warteten.
Unser Dank gilt unseren Gästen und natürlich allen Organisatoren und Mitwirkenden, die diesen Tag einfach wundervoll gestaltet haben.  

 

Anke Teigeler und Luisa Berge
Auszubildende